Samstag, 11. Juli 2009

Letzte Ruhestätte


Jessy ist nun da, wo auch ihr Lieblingsplatz war, als sie noch lebte. Wir haben sie heute im Garten beerdigt. Heutzutage ist das glücklicherweise überhaupt kein Problem mehr. Man muss ein totes Haustier auch nicht mehr der Tierkörperverwertung überlassen, sondern kann es in einem Tierkrematorium verbrennen lassen. Man erhält nach ein paar Tagen per Paketpost die Überreste in einer Art Urne aus Karton. Und dieses Behältnis darf man dann im eigenen Garten vergraben. Ein Trittstein aus Granit dient als Grabstein und darauf liegt ihr Ball - ihr Lieblingsspielzeug. Das Halsband kann leider nicht da bleiben - es würde auf Dauer der Witterung nicht standhalten.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Beweisfoto für D.


Eure erste Begegnung in Ehrwald. Und wie man unschwer erkennen kann, hatte Jessy gleich ein Ankuschelobjekt gefunden. Und es stimmt, du hattest keine Angst vor ihr. Warum auch? Sie war der liebste Hund - auch wenn sie mit dem Briefträger auf Kriegsfuß stand. Aber das ist wieder eine andere Geschichte...
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Freitag, 3. Juli 2009

In Memoriam Jessy


Jessy ist tot. Sie musste am Mittwoch, den 1. Juli eingeschläfert werden, da ein heimtückischer Gehirntumor in ihr gewachsen war und sie innerhalb von ein paar Tagen in einen jämmerlichen Zustand versetzte.

Ich bin unendlich traurig. Sie hat mich und meine Familie fast 12 Jahre lang begleitet, ein Hund, wie er liebenswerter kaum sein konnte. Das Haus ist so leer ohne sie. Kein freudiges Bellen und mit dem Schwanz wedeln mehr, wenn ich nach Hause komme. Keine Schnauze, die mich anstupst, ob wir jetzt nicht mal auf der Stelle spazierengehen können.

Sie wird mir so fehlen. Was gäbe ich dafür, sie noch ein paar Jahre gehabt zu haben. Es hat nicht sollen sein.


Montag, 1. Oktober 2007

Zermürbend

Seit Anfang Juli ist mein Vater nun im Alten- und Pflegeheim. Drei Krankenhausaufenthalte haben dazu geführt, dass er nun komplett bettlägerig ist. Niemand gibt sich Mühe, den Mann wieder auf die Beine zu bekommen. Und ich muss aus der Entfernung mehr oder weniger hilflos zugucken. Jedes Mal, wenn ich meinen Vater besuche, ist sein körperlicher und geistiger Zustand schlimmer geworden. Sie geben ihm "Beruhigungsmittel", weil er sehr unruhig sei. Mein Vater und unruhig? Zeit seines Lebens war er ein Phlegmatiker und äußerst bequemer Mensch, der sich nicht gern bewegte, wenn es nicht unbedingt sein muss.
Nach meinem letzten Besuch bei ihm vor zwei Wochen spielte ich mit dem Gedanken, ihn zu mir, in mein Haus zu nehmen. Hin und her habe ich überlegt, das Für und Wider mit Partner, Hausarzt durchgekaut. Es geht nicht. Erstens geben es die baulichen Voraussetzungen nicht her und zweitens rät mir jeder davon ab, weil ich es auf die Dauer nicht bewältigen können würde, einen mittlerweile sehr dement erscheinenden 81jährigen, unbeweglichen Mann zu versorgen und zu pflegen. Also Warteliste in einem Pflegeheim hier in der Nähe.

Wenn das nur alles wäre. Ich bin dabei, mein Elternhaus zu verkaufen, denn Pflegeheimaufenthalte wollen ja auch finanziert sein. Wir standen schon kurz vor dem Notartermin, als die potenzielle Käuferin aus fadenscheinigen Gründen wieder abspringt. Wenigstens hat mir nun ihre Bank, die die Finanzierung schon komplett vorbereitet hatte, angeboten, den Hausverkauf für mich zu übernehmen.

Wenn da nicht jetzt auch noch der Mieter wäre, der gestern eigentlich hätte ausziehen sollen. Pustekuchen. Er zahlt seit September keine Miete mehr, hat wohl seinen Job verloren und sitzt nun im Obergeschoss im Haus meiner Eltern und scheint nicht vorzuhaben, ausziehen zu wollen. Ein gesunder, 44jähriger Mann, der einen durchaus anständigen Eindruck machte, als ich ihm die Wohnung überließ. Nichts von den Pflichten, die wir im Mietvertrag als Gegenleistung für die lächerlich geringe Miete vereinbart haben, hat er jemals getan: der Garten verwildert immer mehr, die Treppe zu seiner Wohnung hoch starrt vor Dreck und er hockt da oben und reagiert auf meine Anrufe nicht. Mir kommt die Galle hoch und die Tränen schießen mir in die Augen, wie dieser Mensch nun mit dem von meiner Mutter so sehr gepflegten und geliebten Haus umgeht. Nun ja, für solche Emotionen ist kein Platz. Es heißt trotz allem, einen kühlen Kopf zu bewahren und eine Lösung für all diese Probleme zu finden.

Das nur, damit meine geneigte Leserschaft vielleicht versteht, warum es von mir so selten etwas Neues zu lesen gibt. Ich habe einfach wenig Positives zu vermelden und möchte euch nicht mit meinen Sorgen und Problemen langweilen.

Montag, 27. August 2007

Sammeltrieb...

Früher, als es noch keine Geschäfte gab und die Menschen noch in Höhlen lebten, gab es angeblich diese Arbeitsteilung: die Männer jagten, die Frauen sammelten. Heutzutage gibt es zwar Geschäfte und wir müssen uns unsere Nahrung nicht mehr erjagen, aber der Sammeltrieb ist bei mir jedenfalls noch sehr ausgeprägt. Schon als Kind habe ich es geliebt mit meiner Mutter "in die Pilze oder in die Blaubeeren" zu gehen. Die Freude, die man dabei verspürte, wenn man einen Steinpilz, einen Maronenröhrling oder gar einen Pfifferling fand, war einfach riesig.
Aus irgendeinem Grunde war ich bisher der Auffassung, Pilze gäbe es nur in den gebirgsnahen Wäldern bzw. in den urwüchsigen Forsten meiner Kindheit. Aber als ich neulich beim Hundespaziergang eine Frau traf, die jede Menge Pilze mit sich trug, kam ich ins Grübeln. Sollte es etwa in den Wäldern rund um München auch Schwammerl geben? Etwa gar auch Steinpilze? Ja, in der Tat, die gibt es. Und nicht zu wenig, wie die beiden Fotos meiner heutigen Schatzsuche belegen. Nach ca. eineinhalb Stunden im Wald war mein Körbchen voll:

Eine Traumausbeute kann man hier bewundern: der große, relativ helle Pilz ist ein Steinpilz, der allein fast 200 Gramm wiegt und praktisch unversehrt, also nicht von Schnecken oder Maden zerfressen ist. Den gibt es heute Abend mit Bandnudeln und Rahmsoße. Mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen. Die beiden Parasolpilze im Hintergrund werde ich mir gleich als spätes Mittagessen panieren. Und der Rest wird getrocknet, damit ich ständig einen Vorrat an leckeren Pilzen habe.

Sonntag, 26. August 2007

Gartensommer - Sommergarten

Da haben wir nun im April ein ganzes Beet umgegraben, in dem nur noch Unkraut und wild gewachsene Bäume wucherten. Neu bepflanzt sieht so ein Beet ja dann eine ganze Weile recht mickrig aus. Und ich konnte mir damals gar nicht so recht vorstellen, in welch kurzer Zeit - 4 Monate nur! - sich Blumen zu solch stattlichen Gewächsen entwickeln können.

Hier ein kleiner fotografischer Eindruck:



Ein Päckchen Sommerblumensamen barg neben Sonnenblumen und Ringelblumen auch diese skurillen Geschöpfe: Fuchsschwanz, auch Amaranth genannt. Immer länger werdende Blütentrauben hängen schwer in purpurrot und auch in hellgrün herunter. Die sehen echt witzig aus. Links im Bild als Kontrast eine edle Gladiole.


Am anderen Ende des Beetes steckte ich ein Päckchen Sonnenblumenkerne in den Boden. Hier ist ein Exemplar davon zu sehen.


Und hier noch ein Arrangement in Magentarot: eine Gladiole, roter Sonnenhut, Pompondahlien und davor Herbstastern. Die Dahlien musste ich mit schweren Geschützen gegen eine schiere Übermacht an gefräßigen Schnecken verteidigen. Nur diese hier habe ich groß gekriegt. Alle anderen Dahlien, die ich hoffnungsvoll in die Erde gesteckt hatte, wurden ein Opfer dieser Ekeltiere.



Mittwoch, 1. August 2007

Wie wehre ich Kunden ab - ein Lehrstück

Über meinem Wintergarten befindet sich seit vielen Jahren schon eine Markise, die, damit meine Pflanzen auch dann vor Sonnenbrand geschützt sind, wenn ich nicht zu Hause bin, durch eine Automatik gesteuert wird. Das heißt, wenn eine bestimmte Sonneneinstrahlung erreicht ist, fährt die Markise aus. Sollte starker Wind aufkommen, meldet ein Windrädchen das, und die Markise fährt automatisch ein. Richtig praktisch ist das. Aber eben nur so lange, wie der Windmelder zuverlässig funktioniert. Und genau das tat er vor einigen Wochen nicht, und - ratsch - zerfetzte eine böse Bö meine Markise. Ich meldete den Schaden meiner Gebäudeversicherung und die bezahlten anstandslos den Austausch des Markisentuches. So weit so gut.

Nun wird's aber a bissl kompliziert. Als ich vor ca. 15 Jahren die Markise nebst Automatiksteuerung in Auftrag gab, wählte ich natürlich eine ortsansässige Firma, Firma W. Man will ja das lokale Gewerbe unterstützen und der Kundendienst ist im Falle eines Falles auch schnell vor Ort. Nun ging aber vor ca. 5 Jahren diese Automatik kaputt. Ich setzte mich also ins Auto, um bei der Firma W. das Problem zu melden und um Abhilfe zu ersuchen. Denkste. Firma W. existierte nicht mehr (vermeintlich). Also surfte ich zu den gelben Seiten im Internet und fand darin eine andere Rolladenbau- und Markisenfirma, nämlich Firma K. aus O. Ein paar Tage später erschien auch der Monteur dieser Firma, tauschte mein Somfy-Gerät aus und baute mir ein neues Vestamatic-Gerät ein.

Dummerweise stellte ich einige Zeit später beim Vorbeifahren fest, dass die Firma W. doch noch existierte. Sie waren nur ein paar Häuser weiter umgezogen, aber es gab keinen Eintrag von ihr im Internet. Nun ja, selbst schuld, dachte ich mir, wenn die sich so verstecken.

Allerdings nahm ich dann doch wieder Firma W. in Anspruch, als es um den Austausch des kaputten Markisentuches ging. Warum auch nicht. Ich war ja von Anfang an mit ihrer Leistung zufrieden. Jetzt bestand aber immer noch das Problem, dass der Windmelder offensichtlich kaputt war. Ich wollte ja nun nicht gleich wieder die ganze Elektronik austauschen, sondern eben nur dieses Teil. Leider vertreibt aber die Firma W. nicht die Produkte von Vestamatic, sondern nur die von Somfy.

Also wandte ich mich vertrauensvoll wieder an die Firma K. aus O. Da hatte ich aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Als ich dem Mitarbeiter das Problem schilderte, erklärte er mir kurzerhand, dass "sie aus dem Geschäft draußen sind. Da könne ja jeder kommen und eine Reparatur verlangen. Dadurch, dass das Markisentuch von einer anderen Firma ausgetauscht worden war, sei in die Gewährleistung der Firma K. aus O. eingegriffen worden und sie würden da gar nichts tun". Hä? Wie meinen? Gewährleistung? Ist doch ohnehin längst abgelaufen und ich müsste auf jeden Fall für die Reparatur bezahlen! Und außerdem hatten sie mir ja nur dieses Gerät eingebaut...

Und nu? Ich rief also direkt den Hersteller an, schilderte ihm mein Problem und der Herr am anderen Ende konnte es kaum glauben. Glücklicherweise gäbe es aber noch andere Firmen in meiner Nähe, die mit Vestamatic-Produkten arbeiteten. Er nannte mir eine, die auch nicht weiter entfernt als Firma K. aus O. ist.

Ich rief sofort dort an. Eine freundliche junge Dame teilte mir mit, dass ihr Monteur gerade in meinem Wohnort unterwegs sei und sie ihn gleich verständigen würde. Und siehe da, keine 30 Minuten später steht ein Mann vor der Tür, nimmt den Schaden auf und verspricht mir, dass innerhalb der nächsten Tage das Problem behoben werde.

Jetzt sind dann also mittlerweile 3 Firmen an meiner Markise beteiligt. Allerdings ist die Firma K. aus O. definitiv draußen. Und zwar, weil ich das jetzt so will.