Mittwoch, 19. August 2009

Beeren-Tiramisu

Evas Blogeintrag von heute hat mich daran erinnert, dass ich vor 2 Jahren mal ein Tiramisu mit Beeren kreiert hatte. Und deshalb schnell noch für alle Schleckermäuler das Rezept, bevor die Beerensaison vorbei ist.

Zutaten:
ca. 500 g Beeren (bei mir waren es rote Johannisbeeren und Heidelbeeren)
250 g Mascarpone
1 Becher Sahne (200 g)
ca. 50 g Zucker (wer es süßer mag, kann auch mehr nehmen)
2 Eier, getrennt nach Eigelb und Eiweiß
Löffelbiskuits
Holunderlikör (vermutlich schmeckt es auch mit Cassis...)

Zubereitung:
Eiweiß steif schlagen. Sahne steif schlagen. Mascarpone mit Eigelb und Zucker glatt rühren. Dann Sahne und Eiweiß unterheben.
Eine Glasschüssel mit Löffelbiskuit auslegen und diese mit Holunderlikör tränken. Dann eine Schicht der Beerenmischung. Dann eine Schicht der Mascarponecreme. Wieder eine Schicht Löffelbiskuit, nochmal in Likör ertränken. Schicht Beeren. Schicht Creme. Wenn noch übrig, mit ein paar Beeren verzieren.
Mindestens 2 - 3 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.



Das Foto zeigt den Rest am nächsten Tag...

Montag, 17. August 2009

Brotsalat mit Ananas - nach Johann Lafer

Vor einigen Jahren entdeckte ich im Stern ein wunderbares Rezept für einen Brotsalat, der seitdem zu unserem festen Küchenrepertoire, vor allem in wärmeren Monaten, zählt. Es ist die Mischung aus fruchtig-süßer Ananas, der milden Schärfe roter Zwiebeln und dem Aroma der Kirschtomaten, die diesen Salat so unwiderstehlich macht. Da ich die Zutaten nie abwiege, habe ich der Einfachheit halber ein Foto gemacht, wo, außer der Marinade, alles zu sehen ist, was reinkommt:


Die Zutaten sind also:
  • Brot - Wurzelbrot nennt sich das, was auf dem Bild zu sehen ist, eine Art rustikales Baguette, das aussieht wie eine knorrige Wurzel. Sehr, sehr lecker! Ein paar Infos über dieses Brot gibt es bei Bäckermeister Süpke. Ich habe es nicht selbst gebacken, sondern gekauft.
  • Ananas, je nach Größe, halb oder ganz, in mundgerechte Stücke geschnitten. Bitte NICHT aus der Dose!
  • 2 rote Zwiebeln, sowohl aus farblichen, als auch aus geschmacklichen Gründen
  • 3 Knoblauchzehen
  • Kirsch- oder Datteltomaten
  • Basilikum
  • Rosmarin und Thymian
  • Hähnchenbrustfilets (Vegetarier dürfen sie weglassen, der Salat schmeckt auch ohne)
Für die Marinade/Vinaigrette braucht man noch weißen Balsamico (oder einen anderen milden Weißweinessig), gutes Olivenöl (Lafer verwendet eins, das mit Limonen aromatisiert ist; kann man machen, muss man aber nicht, finde ich), Senf, Prise Zucker, Salz und Pfeffer.

Zubereitung:
Das Brot wird in mundgerechte Stücke geschnitten und in etwas Olivenöl zusammen mit einem Rosmarin- und einem Thymianzweig in einer Pfanne knusprig geröstet. Kurz, bevor die Brotwürfel fertig geröstet sind, eine gehackte Knoblauchzehe dazu geben und ein paar Minuten mitbraten. Das Brot aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

In einer großen Schüssel werden die Ananasstücke, die längs in Spalten geschnittenen Zwiebeln sowie die halbierten Tomaten vermischt.

Die Hähnchenbrustfilets in Streifen schneiden und auch in etwas Olivenöl zusammen mit 2 angedrückten Knoblauchzehen und je einem Zweig Rosmarin und Thymian goldbraun braten. Salzen und pfeffern.

Die Brotwürfel mit in die Salatschüssel geben, ebenso die Hähnchenstücke (vorher jeweils Rosmarin und Thymian enfernen). Basilikum klein zupfen und auch mit zum Salat geben. Alles vermischen und mit der Vinaigrette abschmecken.

Vinaigrette: Essig, Senf, Zucker, Salz und Pfeffer mit einem Milchaufschäumer verquirlen, dann das Olivenöl dazu geben und nochmal ordentlich durchmixen.


Sonntag, 16. August 2009

Nur so...

Beim Aufräumen und Entrümpeln hab ich ein Foto gefunden. Unsere Jessy, als wir sie mit 9 Wochen bekommen haben:

Schnüff...

Mittwoch, 12. August 2009

Quiche - 2. erfolgreicher Versuch

Ja, so bin ich zufrieden. Selbes Rezept (bisschen geriebenen Pecorino hab ich noch oben drauf gestreut, das ist das, was so gratiniert aussieht) wie bei der Katastrophenquiche, nur andere Backform, nämlich meine Glasform. Und es war überhaupt kein Problem, die Quiche da rauszuholen.


Der Herr des Hauses hat sich das als Geburtstagsessen gewünscht. Wenn's sonst nichts ist... ;-)



Dienstag, 11. August 2009

Zwei ärgerliche SZ-Artikel

Als langjährige Leserin und Abonnentin der Süddeutschen Zeitung gucke ich auch hin und wieder im Online-Angebot dieser Tageszeitung vorbei. Heute stolperte ich über einen Artikel, bei dem es mir schier die Schuhe auszog und sich alles in mir sträubte.
Thema: McDonalds
und seine "wirtschaftliche" Entwicklung. Schleichwerbung pur. Ganz, ganz schlimmes Journalistenstück. Absolut unkritisch und Lob dafür, dass bei McDonalds nach 10 Minuten die Hamburger weggeworfen werden, wenn sie innerhalb dieser Zeit keiner kauft. McDonalds nennt das Qualitätssicherung. Bei mir heißt das Lebensmittelverschwendung in extremem Ausmaß mit mehr als überflüssiger CO2-Belastung. Ich weiß schon, warum ich seit mindestens 10 Jahren nicht mehr bei McD war.

Der zweite Bericht ist nicht aufgrund seiner journalisten Machart ärgerlich, ganz im Gegenteil. Ein Artikel über ein Thema, das gar nicht oft genug in die Öffentlichkeit gezerrt werden kann: die unglaubliche Umgehung der Gesetzgebung der Eierproduzenten in Deutschland: Eier aus der Hühnerhölle
Wir essen wenig Eier, schon seit Jahren und ich bin froh, dass zumindest der Lebensmittelhandel diese Tierquälerprodukte nicht mehr anbietet. Nur: man darf dann auch gar keine Lebensmittel mehr kaufen, in denen Hühnerei enthalten ist, denn die Lebensmittelindustrie will nur eins, nämlich billiges Ei. Und billiges Ei ist leider Käfighaltung. Ich habe nicht vor, komplett auf Eier zu verzichten, werde mir aber in Zukunft noch genauer die Inhaltsstoffe von Fertigprodukten angucken.

Montag, 10. August 2009

Gemüsequiche - Rezept und Tipps (an mich)

Zunächst ein Foto:

Zeitpunkt der Aufnahme: gestern Abend, kurz vor 20 Uhr. Die Quiche war praktisch alle alle, obwohl nur 2 Personen, nämlich ich und der Herr des Hauses davon aßen. Trotz der Missgeschicke schmeckte uns beiden das Teil so gut, dass wir immer wieder in die Küche pilgerten und uns noch ein Stück abschnitten...

Quiche-Teig:

250 g Mehl
130 g kalte Butter, in Stückchen
1/2 Teel. Salz
1 Ei
ca. 3 Essl. Milch

Mehl und Salz vermischen. Die Butter mit den Fingern unter das Mel reiben. Ei und Milch zugeben und flott zu einem glatten Teig verkneten. Teig zu einer Kugel Formen und in Folie verpackt für mindestens 1 Stunde kalt stellen.


Achtung - jetzt kommt der erste und entscheidende Fehler, den ich gemacht habe:
Statt einer Tarteform benützte ich eine Springform, weil ich nur eine Tarteform aus Glas besitze, aus der man Kuchen einfach schlecht rausbekommt. Die Springform erwies sich allerdings als extrem ungeeignet, da sie eben nicht dicht ist und ca. 1/3 des Milch-Eier-Gusses sich davonstahl, sprich, aus der Form rauslief und sich im Ofen verbreitete.

Den Quiche-Teig ausrollen und in eine geeignete Form geben. Dabei einen Rand formen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen, mit Backpapier abdecken und Blindbackmaterial (bei mir waren es Kidney-Bohnen) darauf verteilen. Ab in den auf 200°C vorgeheizten Ofen und für 15 Minuten backen. Dann herausholen und die Hülsenfrüchte sowie das Backpapier entfernen und für weitere 10 Minuten backen.

Hier passierte mir das 2. Missgeschick:
Ich kippte die Kuchenform um, um die Bohnen herauszuschütten. Leider fiel auch der Boden mit heraus und zerbrach auf der Arbeitsfläche. Mit vereinten Kräften - das Ding war ja ziemlich heiß - wurschtelten wir den Boden zurück in die Form. Leider war er nicht mehr ganz, sondern löchrig, was auch mit dazu beitrug, dass der Guss nicht in der Form bleiben wollte.

Der Belag:
ca. 400 g Zucchini, in Scheiben gehobelt
2 Handvoll frische Erbsen
2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
2 - 3 Knoblauchzehen, gepresst
1 kl. Zwiebel, klein geschnitten
1 Handvoll Petersilie, gehackt
eine Handvoll Katenschinken, in kleinen Würfelchen
ca. 100 g Schafskäse, in kleinen Stücken

Der Guss:
200 ml Milch
3 Eier
Salz, Pfeffer, Muskat

Das Gemüse auf dem Boden verteilen (in der Reihenfolge, wie als Zutaten angegeben), dann die mit der Milch verrührten Eier darübergießen. Im Ofen bei 200°C für ca. 30 Minuten backen - bis der Guss gestockt ist. Das Gemüse bleibt bissfest, was uns gut gefallen hat. Die Quiche schmeckte heiß und kalt. Siehe Bild oben ;-)




Sonntag, 9. August 2009

Quiches und andere Katastrophen

Meine Beute von gestern rief nach Verarbeitung. Und irgendwie schwebte mir was in der Art einer Quiche vor. Ich gebe zu, Quiches gehörten bisher nicht zu meinem Repertoire in der Küche. Dazu wohne ich wohl nicht nahe genug an Frankreich und der Zwiebelkuchengegend. Aber sei's drum.

Das Ergebnis meiner Küchenpremiere sieht eigentlich gar nicht so übel aus, obwohl alles, was schief gehen konnte (und frau falsch machen kann), schief gegangen ist.

Mehr über meinen stümperhaften Versuch, der trotz allem sehr gut schmeckt, gibt es dann morgen. In anderen Worten: Rezept (und Tipps, wie man es besser nicht machen sollte) folgt.