Damit die Leser, die vor allem an Rezepten interessiert sind, nicht zu kurz kommen, hier mal wieder ein (für mich) neues und gestern erprobtes Rezept. Dem ewigen Baguette als Ergänzung zu Gegrilltem überdrüssig, habe ich mal selbst gebacken, und zwar eine Focaccia, ein italienisches Fladenbrot. Einfacher geht's kaum noch.
Hier also die Zutaten (für ein Brot, das von zwei Leuten vertilgt werden kann - wir hätten auch noch mehr geschafft, aber es war einfach nix mehr da...):
Für den Teig: 250 ml Wasser 220 g Mehl (Type 550) 1 Teel. Trockenhefe 1 Teel Salz
Obendrauf (und drunter): Olivenöl z.B. halbierte Kirsch- oder Datteltomaten grobes Meersalz Thymian und Rosmarin
Die Trockenhefe in dem handwarmen Wasser auflösen. Die Hälfte des Mehls einrühren (mit Kochlöffel! - man braucht dafür kein Rührgerät), dann die andere Hälfte des Mehls und das Salz zugeben. Alles gut verrühren, das geht recht schnell. Der Teig ist ziemlich flüssig, sollte sich beim Rühren aber von der Schüssel lösen. Dann die Schüssel zudecken und den Teig mehrere Stunden gehen lassen. Ich hab ihn um ca. 11 Uhr angerührt und um 18 Uhr gebacken.
Den Teig auf ein mit Olivenöl bepinseltes Backblech gleiten lassen und mit den gut eingeölten Fingern auseinanderziehen. Mit etwas Olivenöl noch bestreichen. Die Tomaten halbieren (ich hab sie auch entkernt) und hineindrücken. Mit grobem Meersalz, Thymian und Rosmarin bestreuen. Das sieht dann so aus:
In den auf 250°C vorgeheizten Backofen geben und ca. 20 Minuten backen. Das Ergebnis sah dann (geschnitten) so aus:
Am Wochenende hat Jerry eine tolle Spielgefährtin gefunden. Die Familie von Stefans Bruder hat eine Kleine Münsterländer Hündin. Fünf Monate alt ist die wilde Hummel. Und es ging rund, fast pausenlos. Für Jerry war es nach der langen Autofahrt sicher eine schöne Abwechslung.
Er hat sich schon sehr gut eingelebt bei uns. Von der anfänglichen Schüchternheit und Zurückhaltung uns gegenüber ist nichts mehr zu spüren. Auch gelernt hat er schon ein paar Dinge, sitz! z.B.. Und ich kann ihn auch ableinen, wenn wir spazierengehen. Er kommt zuverlässig zurück. Wo sollte er denn auch hin...
Obwohl er aus Spanien kommt, machen ihm die Temperaturen, wie jedem Hund, etwas zu schaffen. Schatten oder drin, woanders mag er nicht sein. Und große Lust zum Spielen hat er dann auch nicht. Ist aber ganz normal.
Er ist unserer Jessy fast erschreckend ähnlich: wenn er bellt, obwohl doch um einiges größer, klingt er wie Jessy. Und bellen muss man als Hund, wenn sich z.B. Katzen in den Garten trauen oder der Nachbar Geräusche macht... aber zum Glück (noch?) nicht, wenn der Briefträger kommt oder es an der Haustür klingelt. Was ihn von Jessy unterscheidet, ist seine Zurückhaltung gegenüber fremden Menschen. Er schnuppert zwar an der hingestreckten Hand, aber sobald die Hand versucht, ihn zu streicheln, zieht er sich zurück. Wenn tatsächlich etwas von einem spanischen Wasserhund in ihm stecken sollte, wäre das aber durchaus rassetypisch.
Wir haben nun den endgültigen Namen für unseren großen kleinen Hund: aus Sherry wurde Jerry und damit ist nun wirklich jeder zufrieden. Selbst der Betroffene spitzt schon mal die Öhrchen, wenn ich ihn damit anspreche.
Wo Jerry aufgewachsen ist und warum er so scheu und ängstlich ist, zeigt dieses Video:
Es wurde von den spanischen Tierschützern aufgenommen, die Jerry und seinen Bruder dann in Obhut nahmen. Der weiß-braune Hund lebt leider nicht mehr.
Heute musste ich die erste Schrecksekunde mit ihm bestehen. Auf dem Rückweg von unserem Spaziergang kamen uns Menschen mit 4 Hunden entgegen, 1 Labrador, 2 Viszlas und irgendwas Kleines. Keiner von den Hunden war angeleint - was durchaus normal auf einem Spazierweg ist - und deshalb stürmten alle auf uns los. Und plötzlich hatte ich keine Leine mehr in der Hand. Jerry ergriff laut schreiend und quietschend die Flucht. Oh mein Gott! Was mache ich, wenn der Hund nicht mehr zurückkommt? Aber meine Sorgen waren zum Glück unbegründet. Als die Hunde wieder bei ihren Haltern waren, kehrte auch Jerry schnell zu mir zurück. Er hat zum Glück zu mir schon Vertrauen gefasst. Ich war sehr erleichtert.
Ja, wir glauben jetzt, er sollte Sherry heißen. Auf die Idee brachten uns Nachbarn, als sie uns fragten, wie der Hund denn hieße und wir zugeben mussten, noch keinen Namen zu favorisieren (zwischendrin gefiel uns allerdings Oscar recht gut...). Und der Nachbar meinte dann, so etwas wie Whisky könnte er sich für einen Hund dieser Art vorstellen... ja, richtig! Aber nicht Whisky, sondern Sherry. Der Name passt wunderbar, denn erstens kommt er aus Spanien und zweitens kommt es farblich hin. Auch seine Augen sind hell, bernsteinfarbig oder eben wie Sherry... ;-)
Er ist richtig lieb, aber noch sehr, sehr ängstlich. Er kennt ja praktisch nichts, keine Autos, keine Radfahrer, keine spielenden Kinder, kaum Menschen, keine fremden Hunde. Als wir mit unseren Nachbarn gesprochen haben, drückte er sich so fest an mein Bein, dass er umfiel, als ich dann einen Schritt zur Seite machte. Was aber schon einigermaßen klappt, ist das Geschäft draußen zu machen. Das ist sehr angenehm auch für uns.