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Freitag, 5. Januar 2007

Zwei zu Null

Es war gar nicht schwer zu gewinnen. Sogar zwei Mal. Das erste Spiel fand am Mittwochvormittag statt, so gegen 9 Uhr. Die Bedingungen schienen eindeutig für ihn zu sprechen: neblig-trüb und irgendwie auch ziemlich feucht. Aber ich war darauf besser vorbereitet als er. Ehe er es sich versah, hatte ich schon die Laufklamotten und die Laufschuhe an und er konnte noch nicht einmal mehr "piep" sagen.
Mir begegneten jede Menge Läufer an diesem Vormittag. Die Leute haben entweder noch Urlaub oder auch gute Vorsätze gefasst. Alle (bis auf eine etwas verkniffene Dame) grüßten sehr freundlich zurück. Es war ein richtig schöner, wenn auch sehr langsamer Lauf. Meine Stammstrecke - 8 Kilometer - gefällt mir wieder sehr gut.
Und deshalb hatte er auch heute nicht den Hauch einer Chance. Die gleiche Strecke noch einmal, wieder vormittags. Das bekommt auch meiner Verdauung bedeutend besser. Leider muss ich ab übernächster Woche wieder jeden Vormittag Kurse halten und deshalb die Läufe wieder auf den Nachmittag verschieben. Schade. Aber mei. Andere Leute arbeiten den ganzen Tag und müssen im Dunkeln laufen. Da habe ich es schon besser.

Jedenfalls freue ich mich, dass ich meinen Schweinehund diese Woche so vernichtend geschlagen habe. So darf's gerne weitergehen.

Montag, 1. Januar 2007

Stürmischer Auftakt

So sonnig, ruhig und warm wie das alte Jahr zu Ende ging, so stürmisch, nass, jedoch nicht kalt begann das neue. Und damit ich nicht endgültig zur Schönwetterläuferin mutiere, wagte ich mich heute zum Neujahrsläufchen hinaus in die tosende Luft. Fünf Kilometer waren's nur, aber ein Anfang ist damit wieder gemacht. Es tat gut, wie immer eigentlich, auch wenn ich auf den ersten hundert Metern am liebsten wieder umgekehrt wäre, weil der Sturm doch sehr unfreundlich von der Seite her blies. Aber nach einer Weile geht's, wie immer. Man weiß es ja mittlerweile, dass es tatsächlich nur der innere Schweinehund ist, der überwunden werden muss, um dann zu verstummen. Aber komischerweise ist er am nächsten Tag wieder da und ein neuer Kampf beginnt.

Mein guter Vorsatz für dieses Jahr ist deshalb:

Ihn nicht gewinnen lassen, jedenfalls nicht all zu oft. Sondern ihn in Schach halten, ihn gnadenlos unterdrücken und gar nicht erst zum Zug kommen lassen. Drei Mal die Woche mindestens will ich ihn in die Ecke schicken. Mehr hab ich nicht auf dem Plan. Alles andere wird sich ergeben.