Wie einige meiner treuen Leser wohl wissen, nehme ich gegen meine Wechseljahre-Beschwerden das Hormonpräparat Angeliq, und zwar seit etwa Mitte Dezember. Erst kürzlich fragte mich eine Leidensgenossin danach, welcher Art denn nun meine Erfahrungen mit Angeliq wären. Im großen und ganzen sind sie sehr gut; das, worunter ich hauptsächlich litt, nämlich die Schweißausbrüche und Hitzewallungen, ist so gut wie komplett verschwunden. Auch die Blutungen, die nach etwa einem Monat der Einnahme aufgetreten waren, haben aufgehört. Ich schlafe relativ gut, einmal pro Nacht treibt es mich aber nach wie vor zur Toilette. Alles eigentlich im grünen Bereich. Eigentlich.
In mir keimt aber nun ein unguter Verdacht. Etwas anderes macht mir nämlich zunehmend - im wahrsten Sinn des Wortes - zu schaffen, und das ist mein Gewicht. Obwohl ich seit ein paar Wochen wieder sehr regelmäßig laufe - diese Woche waren's z.B. wieder fast 30 Kilometer - und ansonsten mit dem Hund zumindest eine knappe Stunde stramm marschiere, werde ich immer moppeliger. Ich esse ganz sicher nicht unmäßig und vor allem auch keine fettreichen Kalorienbomben und trotzdem scheine ich immer mehr aus der Form zu gehen. Es finden sich nun Fettpölsterchen (freundlich ausgedrückt) an Stellen, wo ich noch niemals dick war: an den Oberarmen etwa und vor allem da, wo mal meine Taille war. Und es wird mehr und mehr und mehr!
Und nun hab ich wieder den Beipackzettel des Hormonpräparats rausgekramt und was lese ich da unter möglichen Nebenwirkungen? Genau, Gewichtszunahme! Zwar tritt das wohl nur gelegentlich auf, aber ich tendiere nun dazu, es Angeliq zuzuschreiben. Na toll. So haben wir aber nicht gewettet. Ich meine, eine Model-Figur zu haben, ist auch nicht mein Ziel, aber es einfach als gegeben hinzunehmen, immer dicker zu werden, das will ich sicher auch nicht.
Deshalb grüble ich jetzt, ob ich Angeliq (nach Rücksprache mit meinem Doc natürlich) nicht wieder absetzen soll. Es ist zum Haare raufen! Wechseljahre können echt bescheiden sein.
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Sonntag, 23. April 2006
Dienstag, 3. Januar 2006
Nebenwirkungen
Es wird Zeit für ein Update meiner Erfahrungen mit Angeliq. Seit 3 Wochen schlucke ich nun diese kleinen rosaroten Pillen. Schon nach der ersten Woche konnte ich eine Verbesserung meines Befindens verzeichnen - die Hitzewallungen und Schweißausbrüche gingen zurück, sowohl anzahlmäßig als auch in der Intensität.
Dieser Zustand hat sich gefestigt. Tagsüber komme ich nur noch höchst selten ins Schwitzen; nachts wache ich noch ca. 2 - 3 Mal deswegen auf. So weit so gut. Nun hat sich aber eine der auf dem Beipackzettel als "sehr häufig" angegebenen Nebenwirkungen eingefunden: ich bekomme wieder Blutungen. Na toll. Angeblich verschwindet diese Nebenwirkung aber mit der Dauer der Einnahme wieder. Das möchte ich doch sehr hoffen.
Noch mehr hoffe ich natürlich, von anderen der ebenfalls genannten Nebenwirkungen verschont zu bleiben, wie z.B. Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen (alles häufige Nebenwirkungen) oder auch Schüttelfrost, Migräne, Bluthochdruck, Thrombosen, Muskelkrämpfe, Atemnot usw. (gelegentliche Nebenwirkungen). Du meine Güte. Die bräuchte ich nicht unbedingt.
Ein Läufchen war auch wieder drin. In tief verschneiter Landschaft (aber auf geräumtem Weg) zockelte ich 6 Kilometer einher. So mittendrin hatte ich zwar auch wieder das Bedürfnis, unbedingt und auf der Stelle etwas essen zu müssen, weil mir sonst die Kraft entschwände - dieses Mal tat mir ein Aldi-Müsliriegel gute Dienste, zwei Bissen und es ging wieder. Stefan sagt, das spielt sich bei mir nur im Kopf ab. Schon möglich. Mein Kopf macht halt, was er will, dieser Sturschädel...
Dieser Zustand hat sich gefestigt. Tagsüber komme ich nur noch höchst selten ins Schwitzen; nachts wache ich noch ca. 2 - 3 Mal deswegen auf. So weit so gut. Nun hat sich aber eine der auf dem Beipackzettel als "sehr häufig" angegebenen Nebenwirkungen eingefunden: ich bekomme wieder Blutungen. Na toll. Angeblich verschwindet diese Nebenwirkung aber mit der Dauer der Einnahme wieder. Das möchte ich doch sehr hoffen.
Noch mehr hoffe ich natürlich, von anderen der ebenfalls genannten Nebenwirkungen verschont zu bleiben, wie z.B. Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen (alles häufige Nebenwirkungen) oder auch Schüttelfrost, Migräne, Bluthochdruck, Thrombosen, Muskelkrämpfe, Atemnot usw. (gelegentliche Nebenwirkungen). Du meine Güte. Die bräuchte ich nicht unbedingt.
Ein Läufchen war auch wieder drin. In tief verschneiter Landschaft (aber auf geräumtem Weg) zockelte ich 6 Kilometer einher. So mittendrin hatte ich zwar auch wieder das Bedürfnis, unbedingt und auf der Stelle etwas essen zu müssen, weil mir sonst die Kraft entschwände - dieses Mal tat mir ein Aldi-Müsliriegel gute Dienste, zwei Bissen und es ging wieder. Stefan sagt, das spielt sich bei mir nur im Kopf ab. Schon möglich. Mein Kopf macht halt, was er will, dieser Sturschädel...
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Wechseljahre
Mittwoch, 21. Dezember 2005
Einbildung?
Ganz sicher bin ich mir noch nicht. Aber ich meine tatsächlich so etwas wie eine leichte Verbesserung in punkto Hitzewallungen und Schweißausbrüche zu verspüren. Nein nein, sie kommen noch, aber sie scheinen mir meist weniger intensiv und ausgeprägt zu sein. Auch nachts bilde ich mir ein, weniger oft aufzuwachen (letzte Nacht bin ich "nur" zwei Mal aufgestanden). Sollte Angeliq tatsächlich halten, was sie verspricht?
Meine Laune verbessert sich zusehends...
Und außerdem habe ich auch mein Versprechen gehalten: 7,6 Kilometer bin ich heute gelaufen. Auf Schnee bedeckten Wegen ging es nach Maria Eich und wieder zurück. Ich hatte meinen iPod-Shuffle dabei und die Musik ließ mich fliegen. Na ja, das ist unglaublich übertrieben, ich stampfe eher so dahin, aber bei manchen Songs geht das Laufen tatsächlich viel leichter. Etwa bei "Black Betty" von Nazareth oder "Bohemian like you" von den Dandy Warhols - das geht direkt in die Beine.
Eine deutliche Linderung der Hitzewallungen erfahren Angeliq® -Anwenderinnen bereits in der zweiten Einnahmewoche, und nach fünf Behandlungswochen sind diese Beschwerden fast vollständig verschwunden.
Meine Laune verbessert sich zusehends...
Und außerdem habe ich auch mein Versprechen gehalten: 7,6 Kilometer bin ich heute gelaufen. Auf Schnee bedeckten Wegen ging es nach Maria Eich und wieder zurück. Ich hatte meinen iPod-Shuffle dabei und die Musik ließ mich fliegen. Na ja, das ist unglaublich übertrieben, ich stampfe eher so dahin, aber bei manchen Songs geht das Laufen tatsächlich viel leichter. Etwa bei "Black Betty" von Nazareth oder "Bohemian like you" von den Dandy Warhols - das geht direkt in die Beine.
Mittwoch, 14. Dezember 2005
Chronologie eines falsch programmierten Thermostaten
03:00 Uhr
04:30 Uhr
06:30 Uhr
07:40 Uhr
08:45 Uhr
09:40 Uhr
10:35 Uhr
11.00 - 11.20 Uhr laufen (und natürlich auch schwitzen - 3 km)
12:00 Uhr
13:00 Uhr
13:45 Uhr
15:00 Uhr
16:00 Uhr
17:05 Uhr
18:20 Uhr
19:20 Uhr
20:20 Uhr
21:20 Uhr
Ein Tag mit Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. Sie scheinen doch tatsächlich einer Art inneren Uhr zu folgen. Einmal pro Stunde. Irgendwie unheimlich, diese Regelmäßigkeit.
Ich wollte es einfach mal wissen, ob ich mir die Häufigkeit nur eingebildet hatte oder ob sie tatsächlich stündlich auftreten. Es nervt unendlich! Mal sehen, was Angeliq für mich tut.
04:30 Uhr
06:30 Uhr
07:40 Uhr
08:45 Uhr
09:40 Uhr
10:35 Uhr
11.00 - 11.20 Uhr laufen (und natürlich auch schwitzen - 3 km)
12:00 Uhr
13:00 Uhr
13:45 Uhr
15:00 Uhr
16:00 Uhr
17:05 Uhr
18:20 Uhr
19:20 Uhr
20:20 Uhr
21:20 Uhr
Ein Tag mit Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. Sie scheinen doch tatsächlich einer Art inneren Uhr zu folgen. Einmal pro Stunde. Irgendwie unheimlich, diese Regelmäßigkeit.
Ich wollte es einfach mal wissen, ob ich mir die Häufigkeit nur eingebildet hatte oder ob sie tatsächlich stündlich auftreten. Es nervt unendlich! Mal sehen, was Angeliq für mich tut.
Montag, 12. Dezember 2005
Angeliq - oder: genug ist genug!
Heute morgen brannte bei mir im Kopf so quasi eine Sicherung durch. Nachdem ich mich wieder, rein gefühlsmäßig jedenfalls, die ganze Nacht in einem nass geschwitzten Bett rumwälzen musste und heute morgen, gerade als ich fertig angezogen war, mir wieder der Schweiß aus allen Poren drängte, fasste ich einen spontanen Beschluss. Genug ist genug! Ich gebe der HRT (= Hormonersatztherapie) eine Chance. Diesen Zustand tu ich mir einfach weiter nicht mehr an. Nebenwirkungen und Risiken hin oder her, ich will wieder unbeeinträchtigt leben.
Ich weiß nicht, ob andere Leute, also Menschen halt, die sich nicht in den Wechseljahren befinden, sich vorstellen können, wie sehr die Lebensqualität verlorengehen kann. Vor allem im Winter. Eiskalt ist es draußen und ich wage es nicht, einen dicken Pulli anzuziehen, weil ich darauf wetten kann, dass mir spätestens in der S-Bahn der Schweiß ausbricht. Setz dich mit einem Pulli in die Sauna und sag mir, wie du dich dann fühlst. Genau so fühle ich mich dann. Oder: ich würde mir so gerne etwas zum Anziehen kaufen. Daran ist ja gar nicht zu denken, in der Umkleidekabine stehe ich Schweiß gebadet da und kann überhaupt nichts mehr anprobieren. Oder du föhnst dir nach dem Duschen die Haare und dabei rinnt dir der Schweiß runter, als ob du in einem tropischen Land Urlaub machst. Nur, dass ich in dem tropischen Land dann ein leichts T-Shirt anziehen könnte. Hier ist aber Winter. Am schlimmsten sind die Nächte - erst wird's ganz warm. Du wirfst die Bettdecke zur Seite. Dann dampft es aus allen Poren. Das Bettzeug und das Schlaf-Shirt werden feucht. Du drehst die Bettdecke um und versuchst wieder einzuschlafen, denn du wachst natürlich bei jedem dieser Schweißausbrüche auf. So ca. vier bis fünf Mal pro Nacht, wenn's reicht. Und dann wird's kalt. Du könntest noch eine dicke Decke zusätzlich brauchen. Hab ich aber nicht, also friere ich...
Und jetzt ist Schluss. Ich hab gleich heute einen Termin bei meinem Frauenarzt bekommen und er hat mich mit 3 Packungen Angeliq versorgt. Ich wage zu hoffen, dass es mir bald wieder besser geht.
Meinen Lauf habe ich auch nicht vergessen: 3 Kilometer in 19:50. Passt schon.
Ich weiß nicht, ob andere Leute, also Menschen halt, die sich nicht in den Wechseljahren befinden, sich vorstellen können, wie sehr die Lebensqualität verlorengehen kann. Vor allem im Winter. Eiskalt ist es draußen und ich wage es nicht, einen dicken Pulli anzuziehen, weil ich darauf wetten kann, dass mir spätestens in der S-Bahn der Schweiß ausbricht. Setz dich mit einem Pulli in die Sauna und sag mir, wie du dich dann fühlst. Genau so fühle ich mich dann. Oder: ich würde mir so gerne etwas zum Anziehen kaufen. Daran ist ja gar nicht zu denken, in der Umkleidekabine stehe ich Schweiß gebadet da und kann überhaupt nichts mehr anprobieren. Oder du föhnst dir nach dem Duschen die Haare und dabei rinnt dir der Schweiß runter, als ob du in einem tropischen Land Urlaub machst. Nur, dass ich in dem tropischen Land dann ein leichts T-Shirt anziehen könnte. Hier ist aber Winter. Am schlimmsten sind die Nächte - erst wird's ganz warm. Du wirfst die Bettdecke zur Seite. Dann dampft es aus allen Poren. Das Bettzeug und das Schlaf-Shirt werden feucht. Du drehst die Bettdecke um und versuchst wieder einzuschlafen, denn du wachst natürlich bei jedem dieser Schweißausbrüche auf. So ca. vier bis fünf Mal pro Nacht, wenn's reicht. Und dann wird's kalt. Du könntest noch eine dicke Decke zusätzlich brauchen. Hab ich aber nicht, also friere ich...
Und jetzt ist Schluss. Ich hab gleich heute einen Termin bei meinem Frauenarzt bekommen und er hat mich mit 3 Packungen Angeliq versorgt. Ich wage zu hoffen, dass es mir bald wieder besser geht.
Meinen Lauf habe ich auch nicht vergessen: 3 Kilometer in 19:50. Passt schon.
Freitag, 9. Dezember 2005
Was ist also zu tun?
Beim Stöbern im Internet fallen mir einige interessante Aussagen in die Hände:
1. Jeden Morgen etwas Sport bessert den Schlaf
Frauen in der Postmenopause, die Schlafstörungen haben, hilft offenbar tägliche körperliche Aktivität. Das hat eine Studie am Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle im US-Staat Washington ergeben.
Wichtig sei es, an sieben Tagen der Woche jeden Morgen mindestens eine halbe Stunde Sport mit mäßiger Intensität zu treiben, wie das Center mitgeteilt hat. Frauen die abends trainierten, profitierten nur wenig oder nicht, was den Schlaf betraf.
(Quelle: ärztezeitung.de)
Daraus leite ich für mich ab:
Ich werde dabei bleiben, täglich zu laufen und auch weiterhin vermeiden, das erst am Abend zu tun.
2. Sport bremst Knochenabbau bei Frauen
1. Jeden Morgen etwas Sport bessert den Schlaf
Frauen in der Postmenopause, die Schlafstörungen haben, hilft offenbar tägliche körperliche Aktivität. Das hat eine Studie am Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle im US-Staat Washington ergeben.
Wichtig sei es, an sieben Tagen der Woche jeden Morgen mindestens eine halbe Stunde Sport mit mäßiger Intensität zu treiben, wie das Center mitgeteilt hat. Frauen die abends trainierten, profitierten nur wenig oder nicht, was den Schlaf betraf.
(Quelle: ärztezeitung.de)
Daraus leite ich für mich ab:
Ich werde dabei bleiben, täglich zu laufen und auch weiterhin vermeiden, das erst am Abend zu tun.
2. Sport bremst Knochenabbau bei Frauen
Jetzt liegen die Ergebnisse einer kontrollierten Langzeitstudie von der Arbeitsgruppe um Dr. Wolfgang Kemmler aus Erlangen vor. Die Kollegen bestätigen, wie wichtig es ist, ältere Frauen für Sport zu gewinnen.
An der Studie nahmen mehr als 80 Frauen in der frühen Postmenopause teil, die eine zu geringe Knochendichte, aber noch keine Osteoporose hatten (Arch Intern Med 164, 2004, 1085). 50 Frauen trainierten 26 Monate lang: Zweimal pro Woche 20 bis 25 Minuten Gehen, Laufen oder Aerobic, danach fünf Minuten Seilspringen und dynamische Sprünge, etwa Sprünge mit geschlossenen Beinen. Dann: 40 Minuten Krafttraining an mehreren Geräten.... (weiterlesen: ärztezeitung.de)
Ich sollte mich wohl doch in einem Fitnessstudio anmelden und etwas Krafttraining betreiben...Aber dazu kann ich mich nicht so recht durchringen. Wenn nur diese Langzeitverträge nicht wären!
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