Freitag, 18. März 2011

Wieder vereint

Mein Papa folgte am 6. März meiner Mama nach. Nach langer Bettlägerigkeit durfte er im Alter von 84 Jahren endlich friedlich einschlafen.


Das Foto zeigt meine Eltern vor ihrer Hochzeit 1951 als verliebtes Paar auf dem Waldmünchner Marktplatz. Meine Mutter war 7 Jahre älter als mein Vater, auf dem Bild ist mein Vater 25 und meine Mutter 32.

Dienstag, 11. Januar 2011

Kohlrouladen

Diese Woche sind in meiner Biokiste:
Weißkohl, Blumenkohl, Karotten (wie immer...), 1 Packung Kresse, Champignons, Zwiebeln und natürlich Rote Bete (wie immer...)
Als erstes verarbeite ich den Weißkohl und zwar soll es Kohlrouladen geben. Dazu brauche ich:

Für die Rouladen:
  • 8 große Blätter vom Weißkohl
  • die Hälfte vom restlichen Kohl
  • 1 Karotte
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 Essl. Quinoa-Keimlinge
  • 1 halbe Packung TK 8 Kräuter
  • Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Kümmel
Für die Sauce:
  • 1 Teel. Puderzucker
  • 1 - 2 Essl. Tomatenmark
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Stück Knollensellerie
  • 2 Tomaten
  • Gemüsebrühe
  • 2 Scheibchen Ingwer, Salz Pfeffer
Zubereitung:
Die Kohlblätter werden mit 1 Essl. Kümmel einige Minuten in Salzwasser blanchiert. Dann kalt abgeschreckt und beiseite gelegt. Im gleichen Wasser wird dann der restliche, klein geschnittene Kohl für ca. 10 Minuten weich gekocht. Die Karotte schreddern, Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Alles zusammenmischen, die Quinoa-Keimlinge dazu geben und kräftig mit den Kräutern und den Gewürzen abschmecken. Dann je 2 Kohlblätter aufeinander legen und die Gemüsemischung darauf geben:



Die Kohlblätter zu Rouladen zusammenfalten/rollen, mit Faden fixieren, damit sie nicht direkt auseinanderfallen und dann die Sauce vorbereiten.


In einer beschichteten Schmorpfanne den Puderzucker karamelisieren lassen, dann die klein gewürfelte Zwiebel, Sellerie, Ingwerscheibchen und das Tomatenmark dazugeben und alles etwas Farbe nehmen lassen. Die gewürfelten Tomaten hineingeben, auch etwas mit anschmoren. Mit Gemüsebrühe aufgießen.


Die Rouladen hineingeben und zugedeckt ca. 30 - 45 Minuten köcheln lassen. Einmal wenden. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Die Sauce vor dem Servieren durchpassieren. Zu den Kohlrouladen gab es Salzkartoffeln. Leider ist es mir nicht gelungen, das Gericht auf dem Teller zu fotografieren, denn dabei fiel mir das Handy runter und löste sich in diverse Einzelteile auf. Und dann fiel mir das Passwort, das ich vor kurzem ändern musste nicht gleich ein. Und bevor es wieder gesperrt ist und ich nochmal nen PUK brauche, habe ich es dann gelassen.


Ich kann euch aber versichern, dass es fantastisch geschmeckt hat. Von den 4 Rouladen, die ich machte, blieb kein Fitzelchen übrig. Alles ratzeputz vertilgt. Und jetzt kommt der Clou:

Dieses Gericht ist vegan und fettfrei!

Allerdings dauert es auch ziemlich lang, bis alles fertig ist. Es ist etwas aufwändig. Ach so: und es ist meine Kreation, von nirgends kopiert oder abgewandelt. Wer gern Kohl isst, wird es mögen.

Mittwoch, 5. Januar 2011

Still cookin'...

Ja ja, ich weiß, ich bin derzeit nicht sonderlich unterhaltsam in meinem Blog. Gähnende Langeweile, keine neuen Einträge, immer noch das gleiche Video von unserem Jerry... aber manchmal erlaube ich mir einfach, solche Auszeiten zu nehmen. Irgendwann kommt die Lust aufs Bloggen schon zurück. Heute z.B. Vielleicht interessieren den/die eine/n oder andere/n ja doch, was ich so treibe.

Ich habe seit einigen Wochen wieder eine Bio-Kiste abonniert. D.h. ich bekomme einmal pro Woche eine Kiste mit frischem und vorwiegend regionalem Bio-Gemüse und -Salat ins Haus gebracht. Und dann muss/darf ich mir was überlegen, was man mit dem Inhalt so anstellen könnte. Im Winter ist das Angebot nun mal begrenzt, aber meistens mag ich /mögen wir die Sachen schon, die drin sind.

Rote Bete sind dieses Mal dabei. Und die habe ich dann zu diesem Gericht verarbeitet:



Ein Ragout aus klein gewürfelten roten Beten, Karotten und Kartoffeln, die zusammen mit einer gewürfelten Zwiebel in etwas Öl angedünstet werden. Gewürzt wird mit Thymian und Kümmel (zusammen im Mörser zerstoßen), Salz und Pfeffer. Mit etwas Gemüsebrühe aufgießen und insgesamt ca. 30 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss einige Löffel Meerrettich (frisch geriebener wäre am besten, aber der aus dem Glas geht auch, aber bitte KEIN Sahnemeerrettich!) unter das Gemüse mischen. Serviert wurde es mit Feldsalat und 2 kleinen Schweinefilets.

Samstag, 4. September 2010

Neues von Jerry

Unser Hund ist komisch. Komisch im Sinne von lustig. Er spielt grundsätzlich mit zwei Spielzeugen gleichzeitig. Das Gummihuhn im Maul und mit den Pfoten wird der Ball rumgeschubst. Das sieht teilweise sehr komisch aus, so als ob er Dribblings üben würde. Aber guckt selbst:



Sonntag, 22. August 2010

Focaccia

Damit die Leser, die vor allem an Rezepten interessiert sind, nicht zu kurz kommen, hier mal wieder ein (für mich) neues und gestern erprobtes Rezept. Dem ewigen Baguette als Ergänzung zu Gegrilltem überdrüssig, habe ich mal selbst gebacken, und zwar eine Focaccia, ein italienisches Fladenbrot. Einfacher geht's kaum noch.

Hier also die Zutaten (für ein Brot, das von zwei Leuten vertilgt werden kann - wir hätten auch noch mehr geschafft, aber es war einfach nix mehr da...):

Für den Teig:
250 ml Wasser
220 g Mehl (Type 550)
1 Teel. Trockenhefe
1 Teel Salz

Obendrauf (und drunter):
Olivenöl
z.B. halbierte Kirsch- oder Datteltomaten
grobes Meersalz
Thymian und Rosmarin

Die Trockenhefe in dem handwarmen Wasser auflösen. Die Hälfte des Mehls einrühren (mit Kochlöffel! - man braucht dafür kein Rührgerät), dann die andere Hälfte des Mehls und das Salz zugeben. Alles gut verrühren, das geht recht schnell. Der Teig ist ziemlich flüssig, sollte sich beim Rühren aber von der Schüssel lösen. Dann die Schüssel zudecken und den Teig mehrere Stunden gehen lassen. Ich hab ihn um ca. 11 Uhr angerührt und um 18 Uhr gebacken.

Den Teig auf ein mit Olivenöl bepinseltes Backblech gleiten lassen und mit den gut eingeölten Fingern auseinanderziehen. Mit etwas Olivenöl noch bestreichen. Die Tomaten halbieren (ich hab sie auch entkernt) und hineindrücken. Mit grobem Meersalz, Thymian und Rosmarin bestreuen. Das sieht dann so aus:


In den auf 250°C vorgeheizten Backofen geben und ca. 20 Minuten backen. Das Ergebnis sah dann (geschnitten) so aus:


Zum Reinbeißen, oder? ;-)

Mittwoch, 18. August 2010

Cora und Jerry

Am Wochenende hat Jerry eine tolle Spielgefährtin gefunden. Die Familie von Stefans Bruder hat eine Kleine Münsterländer Hündin. Fünf Monate alt ist die wilde Hummel. Und es ging rund, fast pausenlos. Für Jerry war es nach der langen Autofahrt sicher eine schöne Abwechslung.


Donnerstag, 22. Juli 2010

Wir waren am Sonntag beim Hunderennen...

Ganz schön dynamisch , unser Bärchen ;-)

Aber da war neben vielen anderen Hunden auch noch der hier:

Flying poodle - ich hab noch nie so nen kleinen Hund so tief fliegen sehen. Göttlich.

Fotos geliehen von Christian Benkmann

Dienstag, 20. Juli 2010

Sommerhimmel

Ohne Jerry käme ich sicher nicht so oft in den Genuss dieses herrlichen Anblicks:


Ich mag den Sommer, auch wenn mir ein paar Grad weniger besser gefallen würden.

Montag, 12. Juli 2010

Video-Update

Er hat sich schon sehr gut eingelebt bei uns. Von der anfänglichen Schüchternheit und Zurückhaltung uns gegenüber ist nichts mehr zu spüren. Auch gelernt hat er schon ein paar Dinge, sitz! z.B.. Und ich kann ihn auch ableinen, wenn wir spazierengehen. Er kommt zuverlässig zurück. Wo sollte er denn auch hin...

Obwohl er aus Spanien kommt, machen ihm die Temperaturen, wie jedem Hund, etwas zu schaffen. Schatten oder drin, woanders mag er nicht sein. Und große Lust zum Spielen hat er dann auch nicht. Ist aber ganz normal.



Er ist unserer Jessy fast erschreckend ähnlich: wenn er bellt, obwohl doch um einiges größer, klingt er wie Jessy. Und bellen muss man als Hund, wenn sich z.B. Katzen in den Garten trauen oder der Nachbar Geräusche macht... aber zum Glück (noch?) nicht, wenn der Briefträger kommt oder es an der Haustür klingelt.
Was ihn von Jessy unterscheidet, ist seine Zurückhaltung gegenüber fremden Menschen. Er schnuppert zwar an der hingestreckten Hand, aber sobald die Hand versucht, ihn zu streicheln, zieht er sich zurück. Wenn tatsächlich etwas von einem spanischen Wasserhund in ihm stecken sollte, wäre das aber durchaus rassetypisch.

Montag, 5. Juli 2010

Sherry? - Nein, Jerry!

Wir haben nun den endgültigen Namen für unseren großen kleinen Hund: aus Sherry wurde Jerry und damit ist nun wirklich jeder zufrieden. Selbst der Betroffene spitzt schon mal die Öhrchen, wenn ich ihn damit anspreche.

Wo Jerry aufgewachsen ist und warum er so scheu und ängstlich ist, zeigt dieses Video:



Es wurde von den spanischen Tierschützern aufgenommen, die Jerry und seinen Bruder dann in Obhut nahmen. Der weiß-braune Hund lebt leider nicht mehr.

Heute musste ich die erste Schrecksekunde mit ihm bestehen. Auf dem Rückweg von unserem Spaziergang kamen uns Menschen mit 4 Hunden entgegen, 1 Labrador, 2 Viszlas und irgendwas Kleines. Keiner von den Hunden war angeleint - was durchaus normal auf einem Spazierweg ist - und deshalb stürmten alle auf uns los. Und plötzlich hatte ich keine Leine mehr in der Hand. Jerry ergriff laut schreiend und quietschend die Flucht. Oh mein Gott! Was mache ich, wenn der Hund nicht mehr zurückkommt? Aber meine Sorgen waren zum Glück unbegründet. Als die Hunde wieder bei ihren Haltern waren, kehrte auch Jerry schnell zu mir zurück. Er hat zum Glück zu mir schon Vertrauen gefasst. Ich war sehr erleichtert.

Sonntag, 4. Juli 2010

Sherry

Ja, wir glauben jetzt, er sollte Sherry heißen. Auf die Idee brachten uns Nachbarn, als sie uns fragten, wie der Hund denn hieße und wir zugeben mussten, noch keinen Namen zu favorisieren (zwischendrin gefiel uns allerdings Oscar recht gut...). Und der Nachbar meinte dann, so etwas wie Whisky könnte er sich für einen Hund dieser Art vorstellen... ja, richtig! Aber nicht Whisky, sondern Sherry. Der Name passt wunderbar, denn erstens kommt er aus Spanien und zweitens kommt es farblich hin. Auch seine Augen sind hell, bernsteinfarbig oder eben wie Sherry... ;-)

Er ist richtig lieb, aber noch sehr, sehr ängstlich. Er kennt ja praktisch nichts, keine Autos, keine Radfahrer, keine spielenden Kinder, kaum Menschen, keine fremden Hunde. Als wir mit unseren Nachbarn gesprochen haben, drückte er sich so fest an mein Bein, dass er umfiel, als ich dann einen Schritt zur Seite machte. Was aber schon einigermaßen klappt, ist das Geschäft draußen zu machen. Das ist sehr angenehm auch für uns.

Es ist schön, ihn zu haben :-)

Samstag, 3. Juli 2010

Familienzuwachs

Er ist da:
Seit heute 11 Uhr haben wir wieder einen Hund. Ziemlich genau ein Jahr nach Jessys Todestag.
Wir haben ihn aus Spanien adoptiert, weil wir der Meinung sind, es ist besser, ein vom Tod bedrohtes Tier zu retten als einem Züchter hunderte von Euros in den Rachen zu schmeißen.

Er ist noch ziemlich ängstlich und schüchtern, was aber auch kein Wunder ist. Erst gestern ist er mit dem Flugzeug aus Spanien angekommen und wurde von unserer Vermittlerin erst mal zu sich nach Hause gebracht. Und jetzt ist er schon wieder woanders. Das ist viel Stress für einen jungen Hund, der noch nicht allzu lang mit Menschen Kontakt hat. Aber ich bin sicher, er wird sich bei uns gut einleben.

Es könnte sich bei ihm übrigens um einen Spanischen Wasserhund-Mix handeln, er wird voraussichtlich kaum haaren, obwohl er so ein Zotteltier ist. Die Haare werden aber sicher lang genug werden, um wieder jede Menge Dreck reinzuschleppen... aber das waren wir ja auch von Jessy gewohnt und damit haben wir keine Probleme.

Das einzige, was uns jetzt noch fehlt, ist ein Name. Im Moment nenne ich ihn Pepe, aber ich bin nicht sicher, ob mir das wirklich gefällt. Auch Django, Chico, Jay Jay wurde schon diskutiert. Oder einfach Max. Oder Wuschel. Wir wissen's wirklich nicht. Mag uns jemand einen Namen vorschlagen?

Donnerstag, 1. Juli 2010

Jahrestag

Heute vor einem Jahr mussten wir unsere Jessy gehen lassen. Sie fehlt mir immer noch.


Wir denken intensiv darüber nach, uns wieder einen Hund anzuschaffen. Es ist aber nicht so ganz einfach. Was ich jedenfalls nicht möchte, ist ein gezüchteter Rassehund für viel Geld. Mal gucken, wann wir Familienzuwachs haben. Ich werde berichten.

Sonntag, 13. Juni 2010

Junigarten

Vorne reckt sie sich über den Gartenzaun und begrüßt jeden mit all ihrer grell pinken Pracht:


Und hinten verwöhnt ihre etwas dezentere und dunklere Schwester im Dreiklang mit Salbei und Frauenmantel das Auge:

Jedes Jahr aufs Neue erfreut mich mein Garten im Juni ganz besonders!

Freitag, 11. Juni 2010

Sommersalat

Es gibt nun wieder große Auswahl von einheimischem Gemüse auf dem Markt und ich greife dann gerne zu, auch wenn ich oft im Moment des Kaufens noch gar nicht weiß, was das dann werden soll. Mittwochs ist Wochenmarkt und folgendes wanderte in meinen Einkaufskorb:
  • 1 Blumenkohl
  • 2 Gärtnergurken
  • 1/2 kg grüne Bohnen (uah, die sind noch ziemlich teuer...)
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Kilo Kirschtomaten (Italien)
  • 1 Pfund Spargel
  • 250 g Pfifferlinge (Rumänien, nun ja...)
  • 1/2 Kilo Nektarinen
  • 1 Bund Estragon
  • 2 geräucherte Forellenfilets (aus der Oberpfalz)
  • Tiroler Speck und diverse Käse vom Tiroler Spezialitätenstand
  • 2 Hähnchenbrustfilets
Der Spargel wurde in der Folie gegart. Die Pfifferlinge, einen Teil der Kirschtomaten gab es zu den Hähnchenbrustfilets, die einfach in der Pfanne gebraten wurden.

Und heute nun meine Salatkreation:

Sommersalat mit Blumenkohl und grünen Bohnen
Blumenkohl in Röschen zerlegen und in Salzwasser nicht zu weich kochen, etwas abkühlen lassen. Die Bohnen in ca. 4 cm lange Stücke schneiden und auch in etwas Salzwasser garen.
2 Schalotten hacken, 1 Gärtnergurke schälen, der Länge nach zuerst halbieren, dann vierteln, Kerne entfernen und in kleine Stücke schneiden. Kirschtomaten halbieren. Alles zusammen in eine große Salatschüssel geben, noch das Grün einer Frühlingszwiebel in Ringe schneiden und drüber streuen.
Eine Vinaigrette aus weißem Balsamico, Senf, Salz, Pfeffer, Zucker und Olivenöl aufmixen. Über den Salat gießen und gut durchmischen.

Dazu gab es ein Forellenfilet und etwas Brot. Ein wunderbar leichtes Abendessen an einem heißen Sommertag!


Sonntag, 6. Juni 2010

Tortilla-Sandwiches mit Mango

Ich weiß nicht mehr, wie das Gericht wirklich hieß. Ich hatte es beim Friseur bei längerer Wartezeit in einer mir unbekannten Zeitschrift gefunden und auf die Rückseite eines Kassenbons notiert, den ich in meiner Handtasche fand. Es spielt aber eigentlich auch keine Rolle, wie man das Gericht nun nennt. Es schmeckte uns jedenfalls sehr gut und war die ideale, schnell zubereitete Mahlzeit vor unserem Konzertbesuch.

Zutaten für 3 Personen:

6 Tortillas oder Wraps (fertig gekauft)
1 gelbe Mango(*)
200g Brie
3 Frühlingszwiebeln
1 rote Pepperoni (im Originalrezept: Chili)

Zubereitung:
Die Tortillafladen werden jeweils auf einer Seite in einer Grillpfanne (ohne Fett) etwas angeröstet, bis sie diese "Grillstreifen" bekommen. Die Mango wird in dünne Scheiben geschnitten, ebenso der Brie. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und mit der Pepperoni ebenso verfahren. Ich hab die Kerne rausgenommen, wer es schärfer mag, kann sie natürlich drin lassen.
Auf je 3 der Tortillas (Grillstreifen nach unten) kommt nun der Reihe nach Käse, Mango, Zwiebeln und Peperoni und nochmals ein bisschen Käse. Mit den restlichen 3 Fladen zudecken (Grillstreifen nach oben) und bei ca. 200°C im vorgeheizten Ofen backen, bis der Käse schmilzt. Das dauert etwa 5 - 10 Minuten. Auf Teller geben und in Viertel schneiden. Ab auf den Tisch!


* Die gelben Mangos gibt es seit kurzem bei Aldi Süd. Sie sind nicht billig, ein Stück kostet fast 3 Euro, aber sie sind im Gegensatz zu den normalerweise überall erhältlichen garantiert nicht faserig und geschmacklich einfach unvergleichlich. Ich habe ein wenig gegoogelt, offensichtlich kommt diese Frucht aus Thailand. Wer Mangos mag, dem kann ich nur empfehlen, mal danach Ausschau zu halten.
Ein paar Infos über diese Frucht gibt es z.B. hier. (Runterscrollen bis Nummer 28 Mango und klicken)

Sonntag, 23. Mai 2010

Pfingstrosen? Nein, aber...

... wunderschöner Ersatz für die in diesem Jahr wohl sehr spät blühenden Pfingstrosen:

Immer noch die Tulpen, die ich am 1. Mai fotografiert hatte. Es geht allmählich zu Ende mit ihnen, aber sie sehen immer noch herrlich aus. Wenn ich jetzt noch wüsste, wie diese Tulpe heißt...

Freitag, 14. Mai 2010

Spargel in der Folie

Wir essen sehr gerne Spargel und während der Saison gibt es ihn mindestens einmal pro Woche bei uns. Ich kaufe grundsätzlich nur frischen, deutschen Spargel. Er schmeckt uns einfach am besten. Ob er jetzt aus Baden kommt (wie der, den wir heute hatten) oder aus der Schrobenhausener Gegend, spielt meiner Meinung nach keine Rolle. Hauptsache frisch und nicht diese verdorrten Stangen in den Supermärkten.
Das folgende Rezept ist eines der einfachsten, aber auch eines der delikatesten Spargelrezepte. Gefunden hab ich es so ähnlich in einem Kochbuch von Alexander Hermann.

Zutaten für 2 Personen:


12 Stangen weißer Spargel
1 Nektarine
6 dünne Scheiben roher Schinken (Schwarzwälder schmeckt uns am besten)
4 Zweige Estragon
Butter
Salz, Pfeffer

Der Spargel wird geschält, die Nektarine in Scheiben geschnitten. Je 6 Stangen Spargel in die Mitte eines großen Stückes Alu-Folie (doppelt DIN A 4 etwa) legen. Den Schinken über den Spargel legen, darauf die Nektarine und darüber noch die Estragonzweige sowie je 2 Stückchen Butter. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das sieht dann so aus:


Die Folie wird über dem Spargel zugeschlagen und an allen Seiten fest verschlossen, so dass keine Flüssigkeit austreten kann. Im Backofen bei ca. 170 ° C (Umluft) für etwa 30 - 35 Minuten garen.
Von der Folie direkt auf den Teller. Fertig. Dazu könnte man noch Pellkartoffeln essen. Wir haben darauf verzichtet.





Montag, 10. Mai 2010

Ein Wunder?

Mein Vater isst und trinkt wieder. Er war letzte Woche im Krankenhaus mit einer Infektion und dort wollte/konnte er nichts mehr essen. Er hatte Schluckstörungen, so dass man befürchtete, er könnte beim Versuch, etwas zu schlucken, ersticken. Mein Vater wird 84 und seit meine Mutter gestorben ist - das ist jetzt bald 7 Jahre her - ging es mit ihm körperlich und psychisch bergab.

Bei meinem Besuch im Krankenhaus hatte ich ihn kaum wiedererkannt: die Augen waren eingefallen, die Nase stach spitz aus dem Gesicht hervor und er war blass, sehr blass. Er sah eigentlich mehr tot als lebendig aus. Er konnte auch nicht wirklich mit mir sprechen, obwohl er mich zu erkennen schien. Er brachte kaum etwas heraus und mir wurde klar, dass seine Tage gezählt sind. Den Anschein hatte es zumindest.

Dann stellt sich natürlich die Frage, welche Entscheidung trifft man (siehe meinen letzten Blog-Eintrag). Meine Eltern haben, als sie beide noch Herr ihrer Sinne waren, sehr dezidiert darum gebeten, niemals an Schläuchen dahinvegetieren zu müssen, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, sich selbst am Leben zu halten. Das haben sie mir - zum Glück - auch schriftlich gegeben. Und es ist notariell beglaubigt.

Als dann die Infektion ausgeheilt war, habe ich nicht die Erlaubnis ertelt, meinem Vater einen Schlauch in den Magen zu legen. Denn ich bin der Meinung, dass es auch ein Recht auf Sterben, genauso wie auf Leben gibt, und zwar, ohne dass es hinausgezögert wird, nur weil es eben medizinisch machbar ist.

Und nun isst er wieder. Es ist unfassbar. Ich habe vorhin mit der Pflegerin im Altenheim telefoniert und sie erzählte mir, er hätte sehr deutlich gesagt, dass er einen Riesenhunger und auch Durst habe. Und es hat tatsächlich geklappt, ihn zu füttern. Durch den Mund und ganz bewusst. Er kann zwar nicht mehr selbst die Gabel oder den Löffel halten, aber so lange er noch "Hunger" sagen kann, wird er Essen und Trinken bekommen! Und Zuwendung.

Wie gut, dass ich den Schlauch verweigert habe! Es wäre die vollkommen falsche Entscheidung gewesen und mir war bei dem Gedanken an so etwas ohnehin nicht wohl.

Am Donnerstag werde ich meinen Vater wieder besuchen. Ich hoffe, dass er dann immer noch selbst essen kann.

Dienstag, 4. Mai 2010

Leben am Schlauch?

Was gäbe ich darum, nicht mit dieser Entscheidung konfrontiert zu sein:

Leben am Schlauch


Leider bleibt sie mir nicht erspart. Und weder das eine noch das andere schafft ein ruhiges Gewissen. Zum Glück habe ich es schriftlich, was meine Eltern nie wollten...