Sonntag, 27. August 2006

Run for Life

Man kann 10 Kilometer entweder alleine im Laufrevier vor der Haustür zurücklegen oder man nimmt, so wie wir heute, die Gelegenheit wahr und meldet sich zu einer Laufveranstaltung an. Zufällig war ich am Freitag erst im Internet auf den "Run for Life"-Benefizlauf der Münchner Aidshilfe gestoßen. Welch ein Glücksfall!
Endlich mal wieder eine Laufveranstaltung, bei der nicht das kommerzielle Interesse des Veranstalters(*) im Vordergrund steht, sondern wo man als Mitläufer 15 Euro für den guten Zweck spendet. Und man bekommt auch noch jede Menge für das vergleichsweise kleine Geld: ein T-Shirt, eine Bauchtasche, Getränke, Obst, Riegel, Traubenzucker usw... alles im Startgeld inbegriffen. Die Strecke geht ausschließlich durch den Englischen Garten und ist bestens ausgeschildert und markiert. An "kritischen" Stellen sorgen hoch motivierte und gut gelaunte Streckenposten dafür, dass nur ja keiner falsch abbiegt. Wir waren schlichtweg begeistert über die engagierte Organisation dieses Laufes.

Die Läuferschar hält sich jedoch in Grenzen. Wie ich nach dem Lauf vom Veranstalter erfahren habe, waren ca. 500 Leute am Start, die entweder die 10 oder die 5,8 km liefen bzw. 5,8 km walkten. Warum nur so relativ wenige (im Vergleich etwa zum Münchner Stadtlauf) da antreten, weiß ich nicht so recht. Vielleicht haben doch immer noch zu viele Leute Berührungsängste mit Schwulen und Lesben, obwohl da so manche in punkto Freundlichkeit und Fröhlichkeit noch was lernen könnten.



Uns hat dieser Lauf jedenfalls äußerst gut gefallen! Und was für mich das Allerbeste daran war, ist die Zeit, die ich für die 10 Kilometer benötigte: 1:08:09. Sollte das etwa schon ein erster Effekt meines Trainings sein? Ich kann's ja kaum glauben, aber diese 10-km-Zeit bin ich zuletzt letztes Jahr gelaufen und seitdem habe ich immer länger als 1:10 für 10 km gebraucht. Es ist übrigens ausgeschlossen, dass die Strecke etwa kürzer gewesen ist. Stefans Forerunner bestätigte die Länge aufs genaueste.


(*) Mit rein kommerziell meine ich z.B. solche Laufveranstaltungen wie M-läuft. Die wollen z.B. 17 Euro für 6,25 Kilometer One-way-Strecke vom Dantestadion ins Olympiastadion. Und wie kommt man wieder an seine trockenen Klamotten z.B.? Nur für den Einlauf in den Marathontunnel bin ich jedenfalls nicht bereit so viel Geld hinzublättern.

Kommentare:

Anja Ridlberg hat gesagt…

Das ist ja klasse, direkt ein solches Erfolgserlebnis.

Herzlichen Glückwunsch!

stella polaris hat gesagt…

Prima Uschi - das kann sich doch sehen lassen! Ich bin gespannt was da noch so kommt ;)
(Und wenn Du jetzt noch sagst, das Du diesmal keine Gehpause gemacht hast, bin ich echt von den Socken..und ohne Socken könnte es bei diesen Temperaturen echt kühl werden am Fuss)

Manu hat gesagt…

So, Uschi, bevor ich jetzt gleich geplättet ins Bett sinke, hab' schnell noch Deinen Bericht gelesen und bin un guter Dinge, dass wir so weitermachen können.

Bei mir lief's auch super, statt geplanter 10 km bin ich 12 km gelaufen - habe fast den Eindruck, als sei ich selbst auch motivierter durch meinen neuen Trainerjob :-)))

Also auch Eigennutz, hihi!

Gute Nacht
Manu

Phönix hat gesagt…

Und ich hatte schon gedacht, hoffentlich kommen ihr bloß kein Schneesturm und keine Hitzewelle mehr ins Gehege. Rein wettermäßig hatürlich :D Bei solchen Erfolgserlebnissen wirst Du sicher hübsch bei der Stange bleiben. Schön. Ich gratuliere!

Phönix

Hase hat gesagt…

Glückwunsch, Uschi !
Sag ich doch, daß du das packen wirst mit den sub-30 für die 5 km ! :)

José hat gesagt…

Hey Uschi!

Klingt ja super. Mach weiter so, dann klappt das mit den 30 Minuten mit links!

Und rechts, und links, und rechts, und links, und ächz... :)

Gruß

José